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Das Haus der Zukunft ist grün

18.02.2015

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Nachhaltigkeit, Wohngesundheit und Unabhängigkeit. Das sind die drei Grundpfeiler, die den Hausbau der Zukunft bestimmen „Energieeffiziente und wohngesunde Immobilien liegen klar im Trend“, sagt Jörg Maas aus Berlin. Er muss es wissen, ist er doch der erste deutsche Makler für ausschließlich energiesparende bzw. „grüne“ Immobilien. Die Gründe für diesen Trend sieht er vor allem in steigenden Energiepreisen und dem immer bewussteren Umgang mit Materialien beim Immobilienkauf.

Gerade Energieeffizienz wird heute beim Hausbau groß geschrieben. Das liegt einerseits an der Energieeinsparverordnung, die Bauherren immer weniger Spielraum lässt, wenn es um den Energiebedarf von Neubauten geht. So sollen ab 2021 sollen nur noch Neubauten genehmigt werden, deren Energiebedarf nahe null liegt. Aber nicht nur deshalb planen immer mehr Bauherren Energiesparhäuser. Maas: „Die Menschen sind prinzipiell umweltbewusster geworden und wollen auch aus Überzeugung nachhaltiger bauen. Das Eigenheim der Zukunft steht ganz im Zeichen einer nachhaltigen, ökologischen Energieversorgung.“


Und tatsächlich: Schon heute gibt es Häuser, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Ein Gebäudebestand aus energiesparenden Niedrigstenergiehäusern und energieproduzierenden Energie-Plus-Häusern ist auch das ausgesprochene Ziel des Großprojekts Energiewende. Eine Art „Leuchtturm“ für das energieoptimierte Haus ist sicher das „Effizienzhaus Plus“ in Berlin, das im Rahmen der Forschungsinitiative „ Zukunft Bau“ des Bundesbauministeriums entwickelt wurde. Dank Wärmepumpe und modernster Fotovoltaik-Anlage auf Dach und Fassadenflächen produziert das Haus mehr Strom als seine Bewohner verbrauchen. Die Energie, die das Haus erzeugt, wird in Hochleistungsbatterien gespeichert und unter anderem dazu genutzt, die Elektrofahrzeuge, die zum Haushalt gehören, an der hauseigenen Ladestation zu betanken.

Die Isolierung der Gebäudehülle sowie eine optimierte Gebäudetechnik minimieren zudem die Wärmeverluste, die bei herkömmlichen Bauweisen für einen erheblichen Energieverlust verantwortlich sind. Damit ist das Einfamilienhaus ein eigenständiges kleines Kraftwerk, das seinen Überschuss an Strom in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen kann.

„Dadurch, dass man das Elektroauto oder das E-Bike einfach an der hauseigenen Steckdose mit umweltfreundlichem, günstigem Eigenstrom versorgen kann, wird das ,grüne Haus´ auch Anforderungen einer immer mobiler werdenden Welt durchaus gerecht“, erklärt Maas.

Andere Entwürfe sehen weder Garage noch Stromtankstelle im Neubau vor. „Teilen statt kaufen lautet das alternative Motto in einer mobilen Welt, zumindest in der Stadt“, heißt es bei der BHW Bausparkasse. In derartigen Modellen sind Garagen und Pkw nur noch zur gemeinschaftlichen Nutzung vorgesehen. Die wenigen Autos, die unterwegs sind, bewegen sich lautlos und abgasfrei durch die Straßen. Die steigende Zahl an E-Bikes findet im Fahrradparkhaus Unterschlupf. Das hat durchaus Vorteile für Bauherren: Der Platz für die Garage wird eingespart und kann anderweitig genutzt werden.

Schließlich soll neben der Energieeffizienz und der Wirtschaftlichkeit auch die Wohnqualität nicht zu kurz kommen. So heißt „grün wohnen“ für viele Bauherren auch „gesund wohnen“. Deshalb behält das Wohnkonzept der Zukunft auch klar die Gesundheit der Bewohner im Blick. Vor diesem Hintergrund werden sowohl bei der Dämmung als auch beim Innenausbau und nicht zuletzt bei Möbeln natürliche, schadstoff- und geruchsarme Baustoffe und Materialien vermehrt nachgefragt.

Übrigens: „Auch nachhaltige Büro- und Gewerbeimmobilien sind inzwischen dabei, sich vom Nischensegment zum Marktstandard zu entwickeln“, erklärt Jörg Maas und weist auf eine im Jahr 2011 veröffentlichte Marktanalyse der Savills Immobilien Beratungs-GmbH hin. Nach seinen Worten hat sowohl auf den Vermietungsmärkten als auch am Investmentmarkt die Nachfrage nach „grünen“ Büroimmobilien in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Maas: „Diese Entwicklung unterstreicht den enormen Bedeutungsgewinn, den der Faktor Nachhaltigkeit aus der Sicht der Büronutzer und -investoren in den vergangenen Jahren erfahren hat.